Die Naturparadiese von Thailand

Weiße Sandstrände unter Palmen, türkisfarbenes Meer und malerische Buchten gehören ebenso zum Bild von Thailand wie die zahlreichen buddhistischen Tempelanlagen von Bangkok. Entsprechend sind vor allem die Küstenregionen, zahlreichen Inseln und die Landeshauptstadt ein beliebtes Ziel für Pauschalreisen. Doch zunehmend entdecken naturliebende Backpacker die reizvollen Naturlandschaften im Hinterland.

Strände und Natur in Thailand

Nicht nur traumhafte weiße Strände wie der „Haad Rin Beach“ auf Koh Phangan locken viele Urlauber nach Thailand sondern auch eine wunderschöne Natur

Gut 17 Prozent des thailändischen Territoriums werden von Regenwäldern und unberührter Natur mit hoher Biodiversität eingenommen. Insgesamt zählt Thailand sage und schreibe gut 300 geschützte Gebiete, von denen drei sogar in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden. Einige größere Nationalparks gelten unter den Einheimischen zudem als beliebte Erholungsorte, die verstärkt auch von ausländischen Gästen während eines ein- oder mehrtägigen Ausflugs erkundet werden.

Gerade die Nationalparks in Zentralthailand eignen sich hierfür sehr gut, da sie sehr gut erreichbar sind und sich leicht mit einer Bangkok Städtereise und/oder einem Badeurlaub an Thailands schönsten Stränden verbinden lassen. Im Folgenden stellt der Beitrag Interessierten einige Nationalparks in den südlich gelegenen Provinzen Zentralthailands vor und gibt ihnen Tipps zu Freizeitaktivitäten sowie Hinweise für die Reisevorbereitungen.

Nationalparks in der Provinz Kanchanaburi

Der Erawan Nationalpark befindet sich in der Provinz Kanchanaburi, rund drei Fahrstunden von Bangkok entfernt. Der Park liegt inmitten einer malerischen Berglandschaft mit immergrünen Wald, Felsenformationen, Klippen und mehreren Flussläufen. Sein Hauptanziehungspunkt ist der Erawan Wasserfall, der über sieben Stufen hinab in den Fluss Kwai Yai strömt und als schönster Wasserfall Thailands gilt.

Erwan Wasserfall

Der Erawan Wasserfall gehört zu den schönsten Wasserfällen in ganz Südostasien. Foto: „Erawan Waterfalls – 7 Steps to Heaven“ von Todd Huffman unter der CC BY-SA 2.0 Lizenz

Besucher können an der Seite des Wasserfalls hinauf laufen und in den natürlichen Bassins baden. Des Weiteren warten vier Tropfsteinhöhlen auf ihre Entdeckung, darunter die sehr sehenswerte Tham Phra Thai Höhle. Den Park durchziehen mehrere Naturlehrpfade sowie Wander- und Maintainbikewege, die dazu einladen, die Tier- und Pflanzenwelt – insbesondere die zahlreichen Schmetterlingsarten – zu bestaunen. Wer mehr Zeit in diesem Paradies verbringen will, dem stehen im Erawan Nationalpark als Übernachtungsmöglichkeiten sogar Bungalows und Zeltplätze zur Verfügung.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Erawan Nationalpark befindet sich im Übrigen auch der Nationalpark Sai Yok, dessen gleichnamiger Wasserfall zusammen mit sieben weiteren Wasserfällen sowie einen Wald voller Bambus- und Teakbäume, Flüssen, Sandbänken, Kalksteinfelsen und eindrucksvollen Höhlen wie der Tham Lawa und der Tham Daowadung ebenfalls eine märchenhafte Naturkulisse bildet. Schon König Rama VI suchte seinerzeit diesen idyllischen Ort auf, um ein Bad zu nehmen und die Schönheit der Natur und der Wasserfälle zu genießen. Wer ihm nach eifern will, reist am besten zur Trockenzeit, die von Dezember bis Februar anhält, in den Sai Yok Nationalpark.

Schließlich sei Erlebnishungrigen noch der ebenfalls in der Provinz Kanchanaburi gelegene Nationalpark Khuean Srinagarindraans Herz gelegt, in dessen Dschungel die malerischen Wasserfälle Huai Mae Khamin und Namtok Pha Tat unvergessliche Eindrücke hinterlassen werden. Das Gleiche kann im Übrigen auch von den hiesigen Höhlen behauptet werden, unter denen insbesondere Tham Neramit und Tham Sawan mit ihren eindrucksvollen Stalagmiten und Stalaktiten hervorstechen.

Des Weiteren befinden sich im Khuean Srinagarindra Nationalpark die Quelle des Flusses Kwae Yai, einige heiße Quellen – darunter Huai Mae Kamin, in der das Baden sogar erlaubt ist, – sowie die zwei größeren Seen Nam Jone und Srinakarin Dam Scenery, die zum Kanu- und Kajakfahren einladen. Für längere Aufenthalte im Park stehen als Unterkünfte Campingplätze, Bungalows, Ferienhäuser und schwimmende Häuser zur Wahl.

Der erste Nationalpark Thailands Khao Yai

Nicht weit von Bangkok entfernt befindet sich schließlich auch der Khao Yai Nationalpark. Er umfasst ein weitläufiges Regenwaldgebiet von mehr als 2.150 Hektar, das sich auf mehrere Provinzen erstreckt und im Jahr 1962 als erstes überhaupt den Nationalpark-Status erhielt. Faszinierende Felsenformationen, atemberaubende Flusslandschaften, mehr als zwanzig Wasserfälle, Tropfsteinhöhlen sowie die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt machen diesen Park zu einem unvergesslichen Erlebnis für Naturfreunde. Geradezu magisch angezogen fühlen sich viele Besucher von Heaw Narok, Heaw Pratoon, Heaw Sai, Heaw Suwat, Mai Plong und all den anderen majestätischen Wasserfällen mit ihren eindrucksvollen Kaskaden und Landschaftsimpressionen.

Khao Yai Nationalpark

Der erste Nationalpark Thailands: Khao Yai. Foto von Pierre Wolfer unter der CC BY-ND 2.0 Lizenz.

Die höchste Erhebung stellt der Berg Khao Rom mit 1.351 Metern Höhe dar. Einige weitere Tausender-Gipfel dominieren das gebirgige Landschaftsbild, das zum Süden hin in ein sanftes Hügelland übergeht, in dem sich dichte Wälder mit weitläufigen Graslandschaften abwechseln. Darüber hinaus beherbergt der Khao Yai Nationalpark die Quellen von fünf Flüssen, die ideale Bedingungen für Rafting-, Kanu- und Kajaktouren bieten. Im äußerst beliebten Khao Yai Nationalpark stehen den Naturfreunden zahlreiche Annehmlichkeiten zur Verfügung, darunter mehrere Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und ein informatives Besucherzentrum.

Die beste Zeit für einen Besuch sind die Monate von November bis Februar. Während dieser Zeit führen die Wasserfälle noch Wasser, die Luft ist besonders klar und die Temperaturen tagsüber mit um die 20 Grad Celsius angenehm warm für Wanderungen; in den Nächten kann das Thermometer derweil auf bis zu 10 Grad Celsius abfallen. März und April sind die heißesten Monate, in denen das Thermometer auf bis zu 30 Grad Celsius klettert und die Wasserfälle vorübergehend versiegen können. Die Regenzeit beginnt dann wieder Mai und endet im Oktober, der Park hat aber das ganze Jahr über geöffnet.

Für die Vorbereitung eines Abenteuerurlaubs in Thailands Naturparadiesen empfiehlt sich die Website des thailändischen Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation. Für Flüge nach Thailand und Hotels in Bangkok hilft das Portal Urlaubsreise 24 mit seinen Reiseangeboten weiter.
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